Musikgenuss ohne Reue

Musikgenuss ohne Reue

Vor der Arbeit noch einmal das neue Lieblingslied hören. Nach der Arbeit im Zug beim Album der neuen Musikgruppe abschalten. Insbesondere bei Pendlern sind In-Ear-Kopfhörer beliebt. Sie sitzen nah am Gehörgang und machen jede Bewegung mit. Das Tragen von In-Ear-Kopfhörern kann aber mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein. Deshalb tut sich nur Gutes, wer dabei gewisse Regeln beachtet.

Gesunder Menschenverstand

Im Alltag können verschiedene Aussengeräusche das Musikerlebnis mit Kopfhörern stören. Dadurch wirkt die Musik leiser und man erhöht teilweise ganz unbewusst die Lautstärke. Weil sich In-Ear-Kopfhörer direkt im Ohr befinden, besteht im Vergleich zu On-Ear-Kopfhörern ein grösseres Risiko für eine Gehörschädigung.

Eine Lautstärke ab 85 Dezibel – etwa die Lautstärke eines Rasenmähers ¬kann das menschliche Gehör dauerhaft schädigen. Manche Audio-Geräte aus der EU sind bereits auf den Grenzwert von 85 Dezibel beschränkt. Bei den anderen hilft gesunder Menschenverstand: Drosseln Sie die Lautstärke. Nehmen Sie komische Geräusche oder ein Piepsen im Ohr wahr, ist das ein Zeichen für die Überlastung des Gehörs. «Auch wenn Sie das Gefühl haben, die Musik werde leiser, sollten Sie aufmerksam werden. Legen Sie in diesem Fall eine Pause ein, bis sich Ihr Ohr erholt hat», rät Silke Schmitt Oggier, Medizinische Leiterin von santé24.

Ohren brauchen Pausen

Pausen braucht das Ohr auch wenn Sie Musik unter 85 Dezibel hören. Denn die feinen Härchen im Gehörgang transportieren den Schall der Musik zum Gehirn. Werden sie durch Dauerbeschallung überlastet, können sie absterben. Auch Entspannungsmusik kann für den Körper in Stress – häufig auch mit Schlafstörungen und Abwehrschwäche – umschlagen, wenn man sie zu lange und zu laut hört. Gönnen Sie Ihrem Gehör deshalb immer mal wieder Ruhe, damit es sich erholen kann.

Übrigens: Forschende diskutieren kontrovers, ob die Bluetooth-Strahlung von kabellosen Kopfhörern für die Träger gefährlich ist. «Bisher gibt es keine Studien, die eine schädliche Strahlenwirkung belegen», so Schmitt Oggier.