Qigong im Selbstversuch

Qigong im Selbstversuch

Nach einem vollen Arbeitstag mache ich mich auf den Weg nach St. Gallen, wo ich mich mit Qigong-Instruktor Pepe Berger treffe. Gemeinsam mit seinen Schülern darf ich an einer Lektion teilnehmen. Damit ich Einsicht in verschiedene Formen erhalte, hat Pepe Berger die Lektion extra etwas anders gestaltet. Es handelt sich quasi um ein Qigong-Medley. Langsam werde ich etwas nervös, denn vom Typ her bin ich eher ein Energiebündel. Mit Meditation und Entspannungsmethoden hatte ich bis jetzt wenig bis keine Berührungspunkte.

Dank dem herzlichen Empfang fühle ich mich aber schnell wohl. Wir stellen uns in der Turnhalle auf, sodass jeder genügend Platz hat, und beginnen mit der ersten Übung. Pepe weist uns mit ruhigen Worten an, welche Bewegungen ausgeführt werden sollen. Mit schulterbreitem Stand beginnen wir damit, den Kopf langsam nach rechts- und links zu drehen. Für mich ist es ungewohnt, diese Bewegung ganz langsam auszuführen und vor allem auch zu spüren, wann der natürlich Anschlag kommt, respektive welche Signale mir mein Körper sendet. Nach einer Weile gewöhne ich mich aber daran und es gelingt mir, etwas abzuschalten. Die Bewegungsabläufe sind einfach und auch für mich als Laie von Anfang an ausführbar. Nach den Übungen für den Kopf gehen wir zu Übungen für Arme und danach für die Beine über. Für jeden Teil des Körpers gibt es unterschiedliche Übungen. Trotz der Einfachheit der Bewegungsabläufe merke ich, wie ich mich teilweise etwas verkrampfe. Aber auch das wird von Übung zu Übung besser.

Meine Angst, dass ich bei so viel Ruhe vielleicht ganz unruhig werde, hat sich nicht bestätigt. Im Gegenteil, nach der 90-minütigen Lektion habe ich tatsächlich das Gefühl, dass ich einen Teil meines Alltagsstresses abschütteln konnte. Die Bewegungsabläufe haben mir geholfen, mich zu entspannen und mich auf meinen Körper zu konzentrieren.
Fazit: Bei meinem eher hektischen Alltag würde mir Qigong zum Ausgleich gut tun.