Richtig reagieren

Richtig reagieren

Der eigene Körper ist das wichtigste Werkzeug eines Sportlers. Es gilt also äusserst achtsam damit umzugehen: Grundsätzlich kann das Risiko von Verletzungen beim Sport durch konsequentes Einlaufen und Aufwärmen erheblich reduziert werden.

Treten Schmerzen auf, sollten diese nicht ignoriert werden Sie können Warnsignal für folgende Verletzungen sein: Muskelkater, Prellungen, Zerrungen, und Faserrisse. Die Spezialisten von santé24 erklären, was Sie dagegen tun können:

Muskelkater

Muskelkater ist ein Muskelschmerz, der meist durch hohe oder ungewohnte Belastung entsteht. Ein Wundermittel gegen Muskelkater gibt es nicht. Regelmässiges Training und konsequentes Aufwärmen versprechen am meisten Wirkung. Ein wichtiger Punkt ist auch das Einschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit: Man sollte sich und seinem Körper nicht zu viel zumuten.

Prellungen

Muskeln, die über den Knochen verlaufen, können durch Schlageinwirkungen gequetscht werden. Da die Muskulatur stark durchblutet ist, kann ein Bluterguss entstehen. Durch umgehende Kompression des verletzten Gebiets kann einerseits die Blutung frühzeitig gestillt, andererseits der Schmerz überlagert werden. Weitere sinnvolle Massnahmen sind: Kühlung, Hochlagerung und Belastungspause.

Zerrungen

Sind Muskelschmerzen nach maximal drei Tagen nicht verschwunden, handelt es sich möglicherweise um eine Muskelzerrung. Dabei reissen Muskelfasern und es tritt Blut ins Gewebe aus. Je nachdem, wie schwer die Muskelzerrung ist, sollten sich Sportler drei bis sechs Wochen schonen und in dieser Zeit keinen Sport treiben. Bei zu rascher Wiederbelastung besteht die Gefahr, dass diese Verletzung immer wieder auftritt. Ein Arztbesuch ist in jedem Fall ratsam.

Faserrisse

Aus einer Muskelzerrung kann schnell ein Muskelfaserriss werden. Dabei kann eine kleine oder grössere Anzahl von Muskelfasern oder aber auch ein kompletter Muskel reissen. Wenn nach abrupten Bewegungen plötzlich heftige Muskelschmerzen auftreten, kann es sich um eine Zerrung oder einen Faserriss handeln.
Bei Verdacht auf eine Muskelzerrung oder einen Muskelfaserriss sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Die Therapie besteht aus Schonung des verletzten Muskels, Kühlung und entzündungshemmenden Schmerzmitteln.

PECH-Regel

Wenn es beim Sport zu Verletzungen kommt, sollte als erste Massnahme grundsätzlich die PECH-Regel befolgt werden:

  • P – Pause einlegen. Der betroffene Körperteil sollte unverzüglich ruhig gestellt werden.
  • E – Eis auflegen. Kälte verhindert, dass das betroffene Gewebe allzu stark anschwillt. Ausserdem lindert Kälte im Akutzustand die Schmerzen. Wichtig: Eis nicht direkt auf die Haut bringen (Erfrierungsgefahr)!
  • C – Compression anlegen. Ein rechtzeitig angelegter Druckverband verhindert, dass sich Schwellungen und Blutergüsse ausbreiten. Dank Druckverband werden die Gefässe so eng gestellt, dass keine weitere Blutung möglich ist.
  • H – Hochlagern. Der verletzte Körperteil sollte unbedingt hochgelagert werden – am besten über Herzhöhe. So wird der Rückfluss des Blutes verbessert.