Schutz vor Zecken

Schutz vor Zecken

Die stecknadelkopfgrossen Tierchen greifen Menschen und Tiere nicht an, sondern warten auf einen vorbeikommenden Wirt, der sie streift. Beim Wirt suchen sie sich eine geeignete Stelle um zuzustechen und Blut zu saugen. Zecken halten sich in Bodennähe bis maximal ca. 1m Höhe auf.

Gefährliche Erkrankungen

Die häufigsten Erkrankungen, die durch Zecken übertragen werden, sind Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose. FSME ist eine Viruserkrankung, die zu einer Entzündung des Gehirns und der Gehirnhäute führt. Die Erkrankung kann sehr schwer verlaufen und bleibende Schäden wie Lähmungen hinterlassen. Durch die FSME-Impfung kann wirksam vorgebeugt werden.

Borreliose wird durch Bakterien ausgelöst und tritt häufiger auf als FSME. Bei diesem Krankheitsbild weisen Betroffene eine wachsende Rötung an der Einstichstelle auf. Manche leiden zusätzlich an Grippesymptomen. Die Infektion kann sich weiter ausbreiten, wobei Gelenkschwellungen, Herzrhythmusstörungen und weitere Rötungen auftreten. Die Erkrankung kann nach mehreren Monaten einen chronischen Verlauf annehmen mit Gelenkbeschwerden und Veränderungen der Haut. Gegen Borreliose kann man sich nicht impfen. Mit ärztlich verordneten Antibiotika ist die Erkrankung aber behandelbar.

Schutzmassnahmen gegen Zecken

  • Meiden Sie hohes Gras, Sträucher und Gebüsch
  • Bedecken Sie Ihre Haut wenn Sie in der Natur unterwegs sind. Tragen Sie Kleidung mit langen Ärmeln, lange Hosen und geschlossene Schuhe. Stülpen Sie die Socken über Ihre Hose.
  • Tragen Sie helle Kleidung, auf der Zecken leichter erkennbar sind.
  • Suchen Sie nach dem Spaziergang Kleider und Körper gründlich ab, besonders in den Kniekehlen, im Bauch- und Brustbereich und im Schritt. Bei Kindern sollten ausserdem Kopf und Nacken kontrolliert werden.

Zecken entfernen

Falls Sie eine Zecke auf Ihrem Körper entdecken, sollten Sie diese möglichst rasch entfernen. Dabei die Zecke mit einer Pinzette senkrecht und direkt über der Haut fassen und langsam mit kontinuierlichem Zug herausziehen. Wichtig ist, dass Sie keine Drehbewegung machen und die Zecke nicht quetschen. Danach die Stichstelle gut desinfizieren.

Wenn innerhalb von drei Wochen nach dem Zeckenstich folgende Beschwerden auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden:

  • Rötungen am Einstichort
  • Grippesymptome
  • Schwindel und Übelkeit
  • Gelenk- und Kopfschmerzen