Visp – Visperterminen (Reblehrpfad)

Visp – Visperterminen (Reblehrpfad)

Wanderroute

«Ambrüf» geht es auf der Wanderung durch das Vispertal von Visp via Oberstalden nach Visperterminen. Der Weg führt durch den höchstgelegenen Weinberg Europas auf dem Reblehrpfad und Tärbiner Kulturwäg

Ausgangspunkt: Visp – Bahnhof

Endpunkt: Vispertermine, Busterminal – Busstation

Unterkunft und Verpflegung: diverse in Visp, Hotel Gebidem in Visperterminen

Nur Verpflegung: Restaurant Heida in Visperterminen

Anforderungen: weiss-rot-weiss

Highlights: Reblehrpfad durch den höchsten Weinberg Europas, Tärbiner Kulturwäg

  • 00.00 h Visp, 648 m
  • 00.20 h Hubel, 696 m
  • 00.50 h  Bächji, 847 m
  • 01.30 h  Rotgstei, 1039 m
  • 01.45 h  Oberstalden, 1020 m
  • 02.10 h  Chrizji, 1125 m

Wegbeschrieb

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Bahnhof Visp. Von hier folgt man dem Wegweiser Richtung Visperterminen. Die Route verläuft durch die Stadt Richtung Süden, über die Bahnhofstrasse gelangt man auf die Kantonsstrasse und nachdem man diese überquert hat, führt der Weg in die Altstadt zum Kaufplatz. Weiter geht es nun leicht aufwärts vorbei am alten Gerichtsgebäude, an der Martinskirche und dem Friedhof. Unmittelbar folgt der Wegweiser zum Reblehrpfad. Hier nach links abbiegen in Richtung Vispertermine. Nach dem Weiler Hubel und den letzten Häusern beginnen die Rebhänge. Bei der nächsten Weggablung biegt man links ab in einen zunächst steileren aber kurzen Hang und folgt dem Wanderweg. Ab dort fängt der Reblehrpfad an.

Wissenswertes über die Tradition, die Pflege und die Schwierigkeiten des Weinbaus in dieser Gegend und was Wimdu (Traubenlese), Foltru (Stockpflege), Schniidu (Rebenschneiden) oder Müüru (Schäden an Trockenmauern beheben) bedeuten, erfährt man auf den Informationstafeln. Das Vispertal gehört zu den niederschlagsärmsten Gebieten der Schweiz. Mit einer Südwestneigung von 40 Grad liegt die «Riebe» auch noch im Herbst ideal gegen die Sonne gerichtet und ist dank der günstigen Lage im Tal gegen die kühlen Nordwinde geschützt. An diesem Ort wird einer der besten Weine – wie Heida und Pinot Noir – der Schweiz produziert. Der Wanderweg verläuft zunächst mitten durch die unteren Reben. Bei der Bushaltestelle Bächji überquert man die Strasse in einer grossen Rechtskurve. Auf der linken Seite folgt man der Teerstrasse hinauf. Wer will, kann hier ein zehn minütiger Abstecher zur St. Jodern Kellerei einplanen – mit Wein-Degustation. Ab Bushaltestelle Bächji geht es in grossen Kehren durch den Rebberg hinauf zur Oberi Riebe und via Graue Egga zum Rotgstei – dem höchsten Punkt des Rebberges. Dort biegt man von der Asphaltstrasse nach rechts ab in einen herrlichen Bergweg Richtung Oberstalden (nicht via Rebberg). Kurz darauf befindet man sich mitten im Wald und überquert kurze Zeit später, wenn man leicht abwärts marschiert, den Bergbach Bächji. Von der anderen Seite geht es mit leichtem Anstieg hinauf zum Weiler Oberstalden. Ab hier startet ein neuer Lehrpfad: der Tärbiner Kulturwäg. Er thematisiert eindrucksvoll die Geschichte, die Kultur und das Leben der Talbewohner. Entlang der Trockenmauern auf einem breitem Säumerweg geht es durch lichten Wald leicht aufwärts nach Chrizji. Zwischen den Bäumen hindurch kann man Blicke auf die Matterhornspitze und ins Vispertal erhaschen. Nach einer Baumallee führt die Tour vorbei an einer Kapelle, von dort sich ein herrlicher Ausblick ins Tal und in den lichten Wald öffnet. Entlang des Weges ist die eine oder andere der 13 aktiven Suonen ersichtlich. Schliesslich kommt man am unteren Dorfende von Visperterminen an. Steil geht es den Furuweg und Furustutz hinauf und nachher steht man im Dorfkern. Unterhalb der Bushaltestelle (Busterminal) kann man sich im Hotel Gebidem (+41 27 948 11 11) oder im Restaurant Heida (+41 27 946 20 96) erfrischen.